Verdrängen, ablenken, wegdrücken. Menschen mit Angst kennen das. Bloß nicht fühlen, einfach ignorieren, als wäre sie gar nicht da. Aber die Angst ist ein Kind. Unsicher, in dringendem Bedürfnis, eine Bezugsperson zu finden, die versichert, dass alles okay ist.
Drücken wir sie weg, passiert das, was vermutlich mit einem kleinen, verängstigten und weinendem Kind in so einem Moment passiert: Es bekommt noch mehr Angst.
Besser ist es, die Angst, die wir fühlen, anzunehmen. Indem wir in den inneren Dialog mit ihr gehen, sie ganz genau betrachten und fühlen.
Denn wir selbst sind die Bezugsperson unserer Angst. Und kein wegdrücken, untermauern und verdrängen wird die Angst die wir fühlen wegmachen können.
Denn der einzige Weg hinaus aus der Angst, ist durch die Angst zu gehen.
Übungen & Impulse:
-Wenn du unter Angst leidest, gib ihr einen Namen. Sprich innerlich mit der Angst wie mit einem Kind. Sag ihr ,Danke, dass du hier bist und mich beschützt, aber ich schaffe das jetzt alleine‘.
-Du befindest dich in einer Situation in der die Angst zu groß wird. Stell dir vor, die Angst wird zu einem Körper. Wie alt ist sie? Ist es ein Mädchen oder ein Junge? Stell dir vor sie geht neben dir. Und nimm sie an der Hand. Zeige ihr die Situationen. Erkläre deiner Angst die Situation wie einem kleinen Kind.